Mittwoch, 20. März 2013

Piratenschätze und hellsehende Pinguine



 

Der neuste Jommeke Band, Nummer 263 (!), erschien im Februar dieses Jahres. Story und Zeichnungen stammen von Philippe Delzenne, der auch den auf Deutsch erschienen Jommeke-Band 6 ("Die Gurkenprinzessin") gezeichnet und getextet hat.

Die abenteuerliche Geschichte beginnt im nördlichen Eismeer, wo Käpten Jan Haring mit seinem Kahn in einen Strum gerät und mit einem Eisberg zusammenstösst. Auf diesem Eisberg entdeckt er ein orangebäuchiges Pinguinpärchen, das er nach Tuktut mitnimmt, einer nahen Inuitsiedlung.

Ein Jahr später kehrt Jan Hering zurück nach Tuktut, mit Jommeke und seinen Freunden im Schlepptau. Die Pinguine sind inzwischen ausgewachsen, einer davon ist sogar zum Kaiser von Tuktut gekrönt worden. Amorok, so der Name des Tiers, hat hellseherische Fähigkeiten und wird deshalb von den Tuktutianern verehrt.

Nun begibt es sich aber, dass ein geldgieriger Nachfahr des Seeräubers John von Humboldt seit Jahren hinter den orangefarbenen Pinguinen her ist. Sein berüchtigter Vorfahr benutzte einen Fussabdruck dieser Tiere als Öffnungsmechanismus zu seiner Schatzhöhle. Betätigt werden kann der Mechanismus nur von der passenden Pinguinrasse. Von Humboldt entdeckt zufällig Amoroks Gefährtin und entführt sie.

Der Rest ist eine klassische Jagd nach dem Tier und nach dem Schatz des Piraten.
"Der Kaiser von Tuktut" ist eine schöner Comic, nicht der beste aus der Reihe, aber doch ansprechend, witzig und spannend genug, um im Gedächtnis haften zu bleiben.
Das Plus ist nicht die eigentliche Handlung, die aus verschiedenen bekannten Versatzstücken zusammengezimmert wurde, sondern die komischen Vignetten, mit denen sie ausgeschmückt wird. So gibt es mehrere haarsträubende Begegnungen mit den Tieren des Nordpols, Äffchen Choco sorgt mal wieder für Verwicklungen, und auch Professor Gobelijn hat einen herrlichen Kurzauftritt.

Band 263 gehört m.E. zu jenen Jommeke-Abenteuern, die ruhig auf Deutsch übersetzt werden dürfen. Orangefarbene Pinguine, die zudem hellsehen können, dürften im aktuellen Comicangebot ziemlich singulär dastehen!

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