Samstag, 22. August 2015

Diamantensuche am Big Hole


De grote gat ist ein von Paul Geerts geschriebenes und gezeichnetes Suske und Wiske-Album (Original-Nr. 250) aus dem Jahr 1996.
Obwohl es bei den flämischen Fans im Schnitt nicht besonders gut wegkommt (Grundtenor: "nichts Besonders für einen Jubiläumsband"), finde ich es aussergewöhnlich. Die Geschichte ist packend, eine gelungene Mischung aus Spannung und Witz; zudem wird das noch heute brisante Thema der Umweltzerstörung direkt und unverblümt angepackt. Die Dringlichkeit des Handelns in diesem Bereich wird nachvollziehbar gemacht und es werden interessante Fakten und Wissenswertes zum Thema Diamanten vermittelt.
Die Geschichte beinhaltet darüberhinaus ein Rätsel, das erst ganz zum Schluss auf einleuchtende Weise gelöst wird.

Professor Barabas wird ans Smithsonian Institute nach Washington gerufen, weil der dort ausgestellte berühmte "blaue Diamant" plötzlich eine rote Färbung aufweist. Just als Barabas den wertvollen Stein in seinen Analyse-Apparat einsapnnt, löst das sich wertvolle Kleinod in Luft auf. Die Wissenschaftler machen Barabas dafür verantwortlich, welcher darauf am Boden zerstört ist. Als aber Wiskes Stoffpuppe Schanulleke kurz darauf ebenfalls vor aller Augen verschwindet, wird klar, dass etwas anderes als das Versagen Barabas' hinter der Sache steckt. Parallel zu diesen Ereignissen wird eine Zeitreise-Expedition ins Jahr 1888 nach Südafrika gestartet. Im berühmten "Big Hole" soll ein weiterer blauer Diamant versteckt sein, den Barabas als Ersatz herbeizuschaffen versprochen hat.
Titelbild der alten Ausgabe

Suske und Wiske verreisen mit Lambik und Jerom (Wastl) ins Jahr 1888. Inzwischen werden Professor Barabas und Tante Sidonia von einer Gruppe Internet-Hackern gefangen genommen, die Wind vom Ziel der Zeitreise bekommen haben. Barabas bleibt nichts anderes übrig, als zwei der Verbrecher ebenfalls nach Südafrika zu schicken, wo sie sich an die Fersen unserer Freunde heften, um ihnen den wertvollen Stein abzunehmen.

Der Südafrika-Teil ist mit zahlreichen komischen Zwischenfällen garniert, während die Rahmenhandlung im Heute der ernsten Thematik gemäss eher nüchtern gehalten ist. Dadurch wird die Dringlichkeit der "grünen" Botschaft wirkungsvoll unterstrichen.
Ein toller Band!

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